Zahlen und Fakten
- Architekten: Marte.Marte
- Bauzeit: März 2025 bis April 2026
- Bauweise: Holzbauweise
- Errichtungs-Kosten: 4,95 Millionen Euro netto (Preisbasis September 2024, +/- 20 Prozent Abweichung)
In einer Bauzeit von nur elf Monaten wurde das Altstoffsammelzentrum am bewährten Standort in Gisingen wiedererrichtet.
Der Wiederaufbau bot die Chance, neueste Sicherheits- und Logistikstandards zu implementieren. Ein Thermo-Monitoring überwacht künftig die gesamte Halle sowie alle Container lückenlos. Diese Spezialkameras lösen bereits bei einer ungewöhnlichen Hitzeentwicklung Alarm aus, noch bevor Flammen entstehen können. Die Brandmeldeanlage verfügt über einen direkten Vollschutz und ist unmittelbar auf die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle (RFL) aufgeschaltet. Für eine schnelle Entrauchung im Ernstfall sorgen zudem 26 pneumatische Rauchabzugseinheiten in den Dachkuppeln.
Auch die Verkehrsführung wurde optimiert. Das neue Konzept setzt auf zwei separate Einfahrten und eine Ausfahrt, was den Rückstau an frequenzstarken Zeiten etwas reduzieren sollte.
Wie beim Vorgängerbau wurde für das Hallentragwerk und den Bürotrakt auf eine nachhaltige Holzbauweise gesetzt. Die Entscheidung für einen neuerlichen Holzbau basiert auf technischen, planerischen sowie ökologischen Vorteilen. Auch im Brandfall weist Holz ein sehr berechenbares Verhalten auf und behält seine statische Tragfähigkeit länger als Stahlkonstruktionen. Die Errichtungskosten von rund 4,95 Millionen Euro netto werden zu einem Großteil durch Versicherungsleistungen gedeckt.
Am 12. März 2024 brach gegen 17.30 Uhr ein Feuer im Altstoffsammelzentrum Feldkirch aus. Trotz des raschen Eingreifens der Feldkircher Feuerwehren brannte die Anlage innerhalb kurzer Zeit vollständig ab. Die Brandursache wurde auf Fehlwürfe im Sperrmüll-Container zurückgeführt.