Feldkirch testet KI-gestützten Bioabfall-Scan
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Die Qualität des Bioabfalls in Vorarlberg ist durch Störstoffe wie Plastik nach wie vor beeinträchtigt. Das erschwert die Verwertung in Biogasanlagen und Kompostieranlagen und führt zu steigenden Entsorgungskosten.
Bereits im Frühjahr 2025 wurde in Feldkirch auf Plastik-Einstecksäcke in der Biotonne verzichtet. Als umweltfreundliche Alternative stehen im Altstoffsammelzentrum Papiersäcke für die Vorsammlung zur Verfügung. Ergänzend dazu werden auch heuer wieder Tonnen-Waschungen in den Kalenderwochen 21, 32 und 45 als zusätzlicher Service angeboten.
Als weiteren Schritt setzt Feldkirch nun auf digitale Unterstützung: Als erste Gemeinde in Vorarlberg startet ein Pilotprojekt mit einem KI-basierten „Abfall-Scan“. Ein technisch aufgerüstetes Sammelfahrzeug analysiert mithilfe des Systems „SmartScan“ den Inhalt der Biotonnen nach der Entleerung. Die erfassten Bilddaten werden in Echtzeit ausgewertet und verschiedenen Abfallfraktionen zugeordnet. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse ermöglichen gezielte Informationsmaßnahmen zur Reduktion von Fehlwürfen – mit dem Ziel, die Abfallqualität zu verbessern, die Recyclingquote zu erhöhen und langfristig Kosten zu senken.
Richtig trennen zahlt sich aus
Eine saubere Trennung ist entscheidend für die Weiterverwertung. In die Biotonne gehören organische Küchenabfälle wie Obst-, Gemüse- und Speisereste, verdorbene Lebensmittel, Kaffee- und Teesud inklusive Papierfilter sowie Küchenpapier und Schnittblumen. Auch Fleisch- und Fischreste oder Schalen von Südfrüchten können problemlos entsorgt werden. Für die Vorsammlung eignen sich Papiersäcke oder Zeitungspapier.
Nicht in den Bioabfall dürfen Kunststoffsäcke – auch keine biologisch abbaubaren Kunststoffe –, Hygieneartikel, Katzenstreu, Asche oder Medikamente. Solche Fehlwürfe beeinträchtigen die Verarbeitung erheblich und führen zu zusätzlichem Aufwand in der Sortierung.
Detaillierte Informationen zur Abfalltrennung finden sich unter www.feldkirch.at/abfall.
